Die Regenbogenboa - Epicrates Cenchria

Rote Regenbogenboa Rote Regenbogenboa

Steckbrief

Länge Bis 2,5 Meter
Fortpflanzung Lebendgebährend
Gewicht ca. 4,5 Kg
Nahrung Ratten, Mäuse, Vögel, Geflügel
Jungtiere / Gelege max. 30 Jungtiere
Tragzeit / Brutzeit ca. 120 Tage
Verbreitungsgebiet Mittel- /Südamerika
Lebenserwartung In Gefangenschaft bis 30 Jahre
IUCN Nicht gefährdet

Systematik

Stamm Chordatiere  Chordata
Unterstamm Wirbeltiere Vertebrata
Klasse Reptilien Reptilia
Unterklasse Schuppenkriechtiere  Lepidoauria
Ordnung Eigentliche Schuppenkriechtiere  Squamata
Unterordnung Schlangen  Serpentes
Familie Riesenschlangen  Boidae
Gattung Schlankboas  Epicrates
Art
Regenbogenboa
Unterarten Epicrates cenchria alvarezi
Epicrates cenchria assisi
Epicrates cenchria barbouri
Epicrates cenchria cenchria
Epicrates cenchria crassus
Epicrates cenchria hygrophilus
Epicrates cenchria maurus
Epicrates cenchria polylepis
Epicrates cenchria xerophilus

Beschreibung

Regenbogenboas können in der Regel bis zu 2,50m groß werden. Die Rote Regenbogenboa (Epicrates Cenchria Cenchria) wird in der Regel nur 2,10m. Wie bei den meisten Boas gilt auch hier: Die Weibchen sind meistens größer als die Männchen.

 

Den Namen hat die Regenbogenboa von ihren besonderen Schuppen. Auf ihren Schuppen befinden sich kleine Riffeln welche das Licht brechen und so in allen Farben (Regenbogenfarben) zurückstrahlen. Das macht sie zu einer der prächtigsten Boa Art die es gibt.

 

Da Regenbogenboas zur Gatung der Schlankboas gehören, werden sie auch meistens nicht so dick (gut gebaut) wie die anderen Boas. Sie haben meist einen eher dünnen Körper.

 

Regenbogenboas gehören wie alle Würgeschlangen zu den nicht giftigen Typen. Eine RegenbogenBoa tötet ihre Beute indem sie sie erdrosselt.

 

Junge Regenbogenboas leben meist auf Bäumen und Klettern gerne, während die Adulten Tiere eher Bodenlebend sind.

 

Da Boas Regenwaldbewohner (oder Troppenbewohner) sind haben sie es gerne recht warm und sind hohe Luftfeutigkeitswerte gewöhnt. Neben Mittel- und Südamerika kommen Epicrates Cenchria ausserdem noch in Costa Rica, Venezuela, Brasilien, Kolumbien und im nördlichen Argentinien vor.

 

Regenbogenboas gehören zu den Lebengebärenden Schlangen. Das heist sie legen keine Eier, sondern bringen bis zu 30! kleine Schlangen in einem Wurf auf die Welt. Weiters werden sie auch sehr alt! In guter artgerechter Terrariumhaltung können die Tiere sogar ein Alter von 30 Jahren erreichen!

Nahrung

Zu der Nahrung einer Regenbogenboa zählen: Mäuse, Ratten, Hühner, Vögel, Meerschweinchen, ... kurz gesagt Kleintiersäuger.

Da die Boas eher Lauer-Jäger sind wartet sie versteckt bist ihre Nahrung in Reichweite kommt. Dann stößt sie blitzschnell zu und überwältigt ihre Nahrung mit einem Biss. Anschließend umschlingt (würgt) sie das Tier während die Boa den Kopf sucht. Wenn sie den Kopf gefunden hat, dann schlingt sie das erlegte Tier im ganzen hinunter. (niemals gegen den Strich!!! Das kann zu schwierigkeiten/verletzungen führen)

Rote Regenbogenboa - Epicrates Cenchria Cenchria

Epicrates Cenchria Cenchria Epicrates Cenchria Cenchria

Allem vorne weg möchte ich hier bestätigen das die R.Regenbogenboa eine gute Anfängerschlange ist. Sie sind in der Regel zam, leicht zu halten (bis auf die Luftfeuchtigkeit) und Futterfest.

 

Immer wieder lese ich im Internet das die Epicrates Cenchria Cenchria zu den bissigeren und aggressiveren Arten der Boa gehört. Nun das kann ich (und ebenfalls Leute von denen ich weis das sie welche halten) nicht bestätigen.

Wie bei allen Boas sind die Jungtiere meist sehr leicht gestresst und Angrifslustig weil sie selbst noch verängstigt sind. Bei guter halten legt sich das aber bereits nach 2 - max. 3 monaten.

Als kurzen Erfahrungsbericht von meiner Boa (Moonshine): Die Schlange war schon zirka ein Jahr alt als wir sie bekommen haben und sie war dementsprechend ruhig und zam. Der Tierhändler hat sich nicht gescheut mir die Schlange in die Hand zu geben obwohl sie gerade gegessen hatte!!! (da sind die meisten bissig!) Auch am letzten Tag ihrer Häutungsphase (war leider der Tag ihres umzuges) konnte ich sie ganz normal nehmen und ins neue Terrarium (Quarantäne) setzen. Sie hat weder gefaucht noch mich gezwickt oder gebissen. Daher: Jeder der mit so einer Schlange anfangen möchte, aber Angst vor bissen hat sollte sich ein etwas älteres und ruhigeres Tier zulegen. :-)

 

Wie schon beschrieben gelten R.Regenbogenboas als sehr futterfest! Ausser in der Paarungszeit und bei Trächtigkeit verweigern die Tiere so gut wie nie das Futter.

 

Haltung:

Das Terrarium sollte mindestens die Masse von 1,0x0,5x0,75 zur Schlange haben. Also eine 2 Meter Schlange sollte ein Terrarium von 200cmx100cmx150cm haben.

Es sollte immer ein Bodengrund zum Graben vorhanden sein. R.Regenbogenboas graben gerne und viel. Sollte man ein Heizkabel zur beheizung verwenden ist darauf zu achten das sich das Tier nicht verbrennen kann wenn es zu tief gräbt!

Die Tagestemperatur in der Mitte des Terrariums sollte so um 28 Grad liegen. Im gesamten Terrarium sollten untertags (zirka 12 std.) Temperaturen von 26-30 Grad herschen. In der Nacht empfielt es sich das Terrarium auf zirka 22-24 Grad abkühlen zu lassen.

Die Luftfeuchtigkeit sollte untertags IMMER 70-90% betragen und in der Nacht auf 100% erhöht werden. (Geschieht meistens automatisch durch das ausschalten/zurückdrehen der Heizungen)

Weiters sollte ein Terrarium immer ein paar Klettermöglichkeiten, frisches Wasser und genügend Verstecke bieten. Da die Schlange Nachtaktiv ist vergräbt oder versteckt sie sich gerne bis am Abend im Terrarium und kommt erst in der Dämmerung raus. (19-21Uhr).

Auch zu empfehlen ist es immer einen Teil des Bodengrundes feucht zu halten. (also nicht den ganzen) Erfahrungsberichten zu Folge (nicht aus eigener): wird dieser Platz gerne von den Boas aufgesucht und recht lange genutzt.

Epicrates Cenchria Cenchria sind Gesellschaftstiere. Es ist also ohne weiteres möglich mehr als eine Regenbogenboa in einem Terrarium zu halten. Aufpassen sollte man nur wenn man vorhat mehr als ein Männchen zu halten (zusammen mit Weibchen).

 

Zucht:

Die Zucht von R.Regenbogenboas ist nicht sonderlich schwer. Man kann die Paarung stimulieren in dem man im Winter die Temperatur um zirka 2 grad runter dreht.

Zur Paarung sollte man nur ein gut gefüttertes Weibchen nehmen, da das Weibchen während der Tragzeit keine Nahrung zu sich nimmt!!! Man sollte dem Tier eine warme Fläche (zum Beispiel mit Bodenheizung) von zirka 29-31 Grad, feucht anbieten. Das trächtige Weibchen wird sich dort sicher oft aufhalten.

Nach zirka 110-120 Tagen Tragzeit bringt das Weibchen dann bis zu 30 Lebendgeburten auf die Welt. Diese sind meist zwischen 50-60cm groß. Nach der ersten Häuten kann man gerne versuchen den Tieren junge Mäuse zu verfüttern. Das funktioniert in der Regel bei R.Regenbogenboas sehr gut.